Online-Druckerei vs. individuelle Papeterie-Designer – was ist wann besser und warum?

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Weiter geht’s in meiner April-Reihe zum Thema Papeterie: Grundsätzlich gibt es ja mal drei Varianten. Erstens: Selbermachen, in den nächsten Papierladen gehen, Schere und Kleber bereitlegen, und den Drucker anwerfen. Zweitens: Im Internet nach fertigen Designs stöbern, die eigenen Namen, Hochzeitsdatum und individuellen Text eingeben und drucken lassen. Drittens: Einen Grafikdesigner engagieren, eigene Ideen schildern, Papier selbst auswählen, Entwurf bekommen, letzte Änderungen machen lassen, in Druck geben. Welche Variante die richtige für euch ist, ist gar nicht so leicht herauszufinden. Um euch da ein wenig zu unterstützen, geht’s in diesem Blogpost um die Frage: Online-Druckerei oder individueller Grafikdesigner? Damit ihr euch im Wald der Papeterie-Möglichkeiten zurechtfindet, habe ich euch die wichtigsten Fragen und Antworten in einem kleinen Leitfaden zusammengestellt.

1. Welche ART von Papeterie braucht ihr?

Wenn es lediglich eine Einladungskarte, ein paar Namenskärtchen und die Dankeskarte sein sollen, findet ihr viele Designvorlagen in den Online-Druckereien. Wenn ihr aber auch ein Kirchenheft, Flaschenetiketten oder Taschentuch-Banderolen haben wollt, wird die online-Auswahl schon magerer. Natürlich gibt’s inzwischen fast alles irgendwo online, die Frage ist nur, ob dann auch von eurem gewählten Design genau die Papeterie-Arten zu haben sind, die ihr braucht. Ein Designer dagegen kann individuell auf jeden eurer Wünsche eingehen.

 

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2. Wie wichtig ist euch das PAPIER, auf dem gedruckt wird?

Auch da gibt es erhebliche Unterschiede: Online-Druckerein bieten durchaus eine Auswahl an, auch gröbere, dickere Papiere im Aquarellpapier-Stil haben die meisten im Angebot. Selbständige Designer oder kleinere Druckereien dagegen stellen euch meistens mehr Papiere zur Wahl, die zudem in der Regel hochwertiger und seltener sind. Ein Beispiel wären japanische Kozopapiere, auf die Maria von Wortpracht aus München setzt, handgeschöpftes Büttenpapier wie es Gmund Papier am Tegernsee verwendet oder grobstrukturiertes Conqueror-Papier, das Herzdruck aus Österreich gerne einsetzt.

3. Wie viel ZEIT habt ihr, um an der Papeterie zu arbeiten?

Wenn es ganz besonders schnell gehen muss, haben online-Druckereien die Nase meistens vorn – vorausgesetzt, ihr gebt eure Daten einfach ein, lasst euch zuvor keinen Probedruck schicken und gebt direkt alles in Druck.

 

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4. Wie wichtig ist euch ein individuelles DESIGN?

Individuell ist ein dehnbarer Begriff. Gerade wenn es um eure Papeterie geht, solltet ihr die Sprach-Brille aufsetzen und ganz genau lesen:

Online-Druckereien bieten „individualisierbare“ Designs an. Heißt: Das wesentliche Aussehen der Papeterie steht fest. Zur Wahl stehen einige Individualisierungsoptionen wie das Format, Farbvariationen und natürlich euer persönlicher Text.

Grafik-Designer und kleine Druckereien bieten oft das Gleiche, ebenfalls zu einem günstigen Preis. Die Designs und Papiere sind aber in der Regel weniger auf Massenklientel ausgelegt und sprechen damit von Haus aus eine kleinere, individuellere Gruppe an. Zudem könnt ihr auch ein komplett „individuelles“ Design wählen, das dann vom weißen Blatt ausgehend nur für euch entworfen und gefertigt wird.

5. Wie unterscheidet sich die ARBEITSWEISE des Grafik-Designers von einer Online-Druckerei?

Kurz gesagt: in Allem. Wie genau ein Designer mit euch arbeitet, dazu habe ich Stefanie von Herzdruck befragt:

„Wir können individuell auf Brautpaare eingehen – seien es Farben, Formate, Papiere, Druckveredelungen oder auch die Menge. Bei Herzdruck haben wir zum Beispiel keine Mindstbestellmenge.

Manche Onlinedruckereien drucken Ihre Internet-Adresse auf die Einladung. Ich finde, das nimmt der Einladung den Charme. Zudem muss man sich bewusst sein, dass zig andere Brautpaare die gleiche Karte verschicken.

Wir als kleiner Betrieb können individuell beraten und  unsere Paare fühlen lassen, was wir da so machen. Wir möchten das Gefühl vermitteln, dass unsere Paare nicht nur beliebige weitere Kunden auf der Tagesordnung sind. Ein individuelles Design spiegelt einfach die Geschichte des Paares wieder. Es ist genauso einzigartig wie der große Tag des Paares sein sollte. Aus meiner Sicht machen eine Hausdruckerei wie unsere diese vier zentralen Begriffe im Unterschied zur Online-Druckerei aus: Individualität, Beratungsstärke, Flexibilität und technische Kreativität.“

 

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6. Was darf die Papeterie KOSTEN?

Viele von euch gehen vielleicht davon aus, dass die Kosten für einen Online-Druck automatisch günstiger sind als bei einem Grafik-Designer. Das stimmt meiner Erfahrung nach aber nur teilweise.

Für vorgegebene, individualisierbare Designs nehmen sich Online-Druckereien und niederlassene Grafiker kaum was.

Entscheidet ihr euch dagegen für ein komplett neues Design nach euren Vorstellungen, müsst ihr etwas mehr Budget einreichnen. Je nach Papier, Format und Menge können sich die Preise aber auch da durchaus mal den unveränderbaren, aber individualisierbaren Designs anderer Anbieter annähern.

Stefanie von Herzdruck kennt diese Befürchtungen ihrer Kunden: „Leider schreckt der Preis immer wieder ab. Dabei machen sich viele Leute nicht bewusst, wie so eine komplett individuelle Papeterie zustande kommt: Zum einen steckt natürlich viel Arbeit in so einen hübschen maßgeschneiderten Design. Zum anderen sind natürlich auch mehrere Korrekturen und Änderungen durch die Kunden bereits inbegriffen.“

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Fotos: Herzdruck

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