Ja sagen bei Schnee und Eis: Tipps für Winterhochzeiten

Ideen für Hochzeitsfotos im Winter

So richtig Winter will’s ja in diesem Jahr bei uns im Süden einfach nicht werden – aber einige von euch planen ja bereits für ihre Hochzeit im Winter 2016/17. Und da ich ja ein ganz besondere Deko- und Blumen-Schwäche habe, habe ich mal ein paar Tipps und Inspirationen rund ums Thema Hochzeit in der kalten Jahreszeit gesammelt. Naja, mei, was wird da schon anders sein als bei einer Sommerhochzeit – außer, dass man halt ein dichtes Dach über dem Kopf braucht, werdet ihr vielleicht fragen. Ziemlich viel, würde ich dann antworten. Das fängt beim Ablauf der Hochzeit an, geht über mein Lieblingsthema Deko und endet bei allerlei Optionen, mit denen ihr ganz leicht für knisternde Wärme sorgen könnt. Hier kommt er also, mein kleiner Tipp-Katalog für alle Winterhochzeitler!

Rat geholt habe ich mir bei Sonja Neubert von Trauwerk, Hochzeitsplanerin und Freundin. Sie hat schon einige Winterhochzeiten geplant und sagt: „Das Fest muss sich nicht kalt anfühlen, nur weil’s draußen Minusgrade hat. Die Location und die Deko sind der entscheidende Faktor!“ Das zauberhafte Motto einer ihrer schönsten Hochzeiten lautete „Wintersonne. Sommerliebe.“ Entstanden ist eine grandiose Mischung aus Sommer- und Winterelementen. Pinke Schmetterlinge und türkisfarbene Eiskristalle ziehen sich durch Papeterie und Deko, Sommeraccessoires und Schneeflocken treffen aufeinander. Mit ihren echten Palmen und unzähligen Pflanzen bot die Alte Gärtnerei südlich von München die perfekte Kulisse. Petra Fritzi Hennemann war mit der Kamera dabei. Anhand ihrer Bilder will ich euch zeigen, was Sonja mit ihrem Location-Deko-Faktor meint.

 

Tipp 1: Der Trick mit dem Feuer

Sonja integriert bei ihren Hochzeiten zwischen Dezember und März gern Wärme in jeder Variante: Glühwein statt Sektempfang, Feuerschalen im Garten der Location oder auch ein Kaminfeuer im Festsaal, sofern die Möglichkeit dafür besteht, und natürlich Kerzen, Kerzen, Kerzen.

Inspirationen für eine Hochzeit im Winter

 

Tipp 2: Räume wechseln

Nichts ist langweiliger als den ganzen Tag über in ein und demselben Raum zu verbringen. Wer im Frühling, Sommer oder Herbst heiratet, hat es da leichter: Ein Spaziergang von der Kirche oder dem Standesamt zur Location, der Sektempfang auf der Terrasse, ein Sweet Table im Garten der Location und schließlich der Festsaal, in dem das abendliche Menü aufgefahren wird. Jeder Ortswechsel bringt Abwechslung. Im Winter dagegen werdet ihr und eure Gäste ungern im Freien herumstehen wollen. Wenn ihr also um 14 Uhr Ja sagt und dann den Rest des Tages im Festsaal verbringt, kann das eine ziemlich öde Angelegenheit werden. Die Alternative: Ein Raumwechsel. Variante 1: Empfang an Location A, Feier an Location B. Variante 2: Eure Location hat mehrere Räume, zwischen denen ihr wechseln könnt wie zum Beispiel die Alte Gärtnerei in München. Für die Gäste dieser Hochzeit war der Raumwechsel obendrein eine wundervolle Überraschung.

Inspirationen für eine Hochzeit im WinterInspirationen für eine Hochzeit im WinterInspirationen für eine Hochzeit im Winter

 

Tipp 3: Auf den Sommer Bezug nehmen

Wer an Sommer denkt, denkt automatisch an Wärme – und spürt sie im Idealfall auch. Also: Mischt doch einfach sommerliche Accessoires unter die winterliche Deko. Sonja hat zum Beispiel Flip-Flops und Schneeflocken kombiniert. Als weitere Sommer-Symbole verwendete sie Schmetterlinge, Sommerfrüchte wie Erdbeeren als Tischnamen und einen Sonnenschirm fürs extra Karibikfeeling. i-Tüpfelchen: Die echten Palmen in dem alten Gewächshaus der Location.

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 Tipp 4: Mit Blumen den Frühling in den Winter holen

Rosa ist eine der Frühlingsfarben überhaupt – einige Blumen mit zartrosa Blüten gibt es auch im Winter. Kombiniert mit hellgrünen Blättern gelingt ratzfatz ein herrlicher Brückenschlag zwischen den Jahreszeiten. Mein absoluter Favorit: Die Protea mit ihren riesigen Blüten. Übrigens: Wenn ihr noch weitere Inspirationen rund um diese südafrikanische Pflanze sucht, schaut doch auch einmal in diesem Artikel vorbei.

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Tipp 5: Fröhliche Farben wählen

Farben machen gute Laune und lassen den Winterblues gar nicht erst aufkommen. Bunt, bunter, Candybar hieß es bei dieser Hochzeit. Das Praktische daran: Die Auswahl der Süßigkeiten fällt um einiges leichter (ich sage nur: „Oh, schau mal: Colakracher sind doch super“ – „Die passen aber nicht ins Farbkonzept!“). Tipps zur Gestaltung einer Candybar könnt ihr in diesem Artikel nochmal genauer nachlesen.

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Tipp 6: Gemütlichkeit schaffen

Eine lauschige Sitzecke, Kerzenlicht, gezielt gesetzte farbige Beleuchtungsakzente – so einfach und effektiv kann die Sache mit der Gemütlichkeit sein. Ok, so eine Sofaecke ist nicht unbedingt Standard in den Locations. Ein Grund mehr, die Location-Wechsel-Option aus Tipp 2 genauer zu überlegen.

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 Tipp 7: Bewusst im Winter heiraten

Wer in der kalten Jahreszeit Ja sagt, hat mehr Auswahl – und zahlt oft weniger. Wenn eure Wunschlocation also vielleicht schon ausgebucht ist oder ihr einfach sparen wollt, überlegt, ob eine Winterhochzeit nicht ohnehin die bessere Variante für euch sein könnte.

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Tipp 8: Mit der Dunkelheit rechnen

Im Winter ist es um 17 Uhr zappenduster. Rechnet bei eurem Tagesablauf also genug Zeit für Fotos ein und überlegt euch, wie ihr den langen Abend gestalten könnt.

Inspirationen für eine Hochzeit im Winter

 

Tipp 9: Das Paarshooting oder: keine Angst vorm Schnee

Ja, es ist kalt. Bitterkalt. Gänsehautkalt in so einem Brautkleid. Aber hei, im Sommer ist es heiß. Brütend heiß. Schweiß-Make-Up-zerstörerisch-heiß. Und im Herbst und Frühling oft genug regennass. Also: Nicht jammern, sondern über die Möglichkeit freuen, ungewöhnliche Fotos machen zu können, im Idealfall sogar mit weißem Hintergrund. Und damit ihr zwischendrin auch mal eine Zitterpause bekommt, ist so ein Plüsch-Brautjäckchen etwas ganz und gar himmlisches. Ach so, naja, und euer Mann wird euch bestimmt auch gern mal in den Arm nehmen. Ob das dann Spaß macht, so ein Bibbershooting? Also den Bildern von Fotografin Katharina Meier aus Mittelfranken nach zu urteilen würde ich mal sagen: Eindeutig!

Katharina war eigentlich für ein Portrait-Shooting unterwegs, ziemlich spontan entschloss sie sich dann aber mit ihrem Model gemeinsam auch Brautfotos zu machen – und den Brautstrauß einfach zu improvisieren. Das Ergebnis? Zauberhaft!

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Fotos: Tipps 1-8: Petra Fritzi Hennemann, München // Aufmacher und Tipp 9: Katharina Meier/Spiegelhof Fotografie, Wolframs-Eschenbach

 

 

 

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